Beckeraachen

Kunstwechsel


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Wem gehört die Welt 4

4. Tag

Das Ende der Welt – The End of the world – La Fin du Monde

1961 und 62 hat Jean Tinguely mit „Bomben“ seiner Gefährtin Niki de Staint Phalle in der Wüste von Nevada zwei Explosionen durchgeführt. Er fand die Trümmer der 45 Tests der Operation Nougat der U.S. Army vor und folgte ihnen ebenso neugierig wie die Touristen in Las Vegas. Zahlreiche Spielfilme bedienten sich der griffigen Titel, die in örtlichen und zeitlichen Bedeutungen schillerten. Werner Herzog drehte 1971 „Fata Morgana“, Antonioni „Zabriskie Point“ – und der Ort aller Filme war die Wüste, ein nahezu abstraktes Land ohne Vergangenheit und Zukunft. Populärwissenschaftliche Theorien über Atombomben, Wasserstoffbomben, schmutzige und saubere Bomben ließen das Ende der Welt freundlich erscheinen, wenngleich der viel gelesene Carl Sagan einen nuklearen Winter voraussagte und sich an planetarischen Ökosynthesen ebenso beteiligte wie an Siedlungsentwürfen für den Mars.

Abb. Jean Dry Lake´s Schild „End of the world“ „Nevada, March 21, 1962, near the site of Jean Tinguely´s Study for an End of the World, No. 2, 1962“ schmückt die Rückseite des Katalogs „Land Art to 1974. Ends of the World“, Museum of Contemporary Art, L. A., 2003, eine Fundgrube der Epoche.


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Wem gehört die Welt 3

Wem gehört die Erde?

3. Tag    A N G S T   

Seit 1948 haben die Nordamerikaner, die Franzosen und die Russen 2.100 Kernwaffentests auf den Inseln des Pazifiks und in den Wüsten von Nevada und New Mexiko durchgeführt. 440 Reaktoren erzeugen weltweit elektrischen Strom und strahlende giftige Abfälle. 10 Milliarden Menschen werden bald die Erde bewohnen. Im Jahr 0 waren es 188 Mio., im Jahr 1000 350 Mio.. 

Die Angst, die sie erzeugen, entsteht durch die zunehmende Enge, in der sie sich einrichten. Sie ist nicht fassbar, erlaubt keine befreiende Erlösung, verdrängt Götter aus ihren Mauern. Im World Earth Catalog der Kalifornier heißt es übermütig 1970: „We are as gods and might as well get on with it.“ Den Erdball umkreisen tausende Satelliten, die sich gegenseitig überwachen. Dennoch muss man fürchten, dass ein Fledermauskadaver auf dem Viktualienmarkt in Wuhan eine weltweite Pandemie auslöst. Angst stockt den Kreislauf des Blutes, lähmt Hunger und Durst, beschlägt die Netzhaut und beendet die schöpferische Arbeit der Informatiker in Silikon Valley vorzeitig. Sie irren blind umher und suchen – nichts

Dabei waren die ersten Hefte des Whole Earth Catalog Aufrufe zur Gemeinschaft   …There are many ways of doing things…besides your own. Ihre streitbaren Demonstrationen haben den Individualismus in der europäischen Geschichte des Denkens ersetzt. Es würde nicht schwerfallen, unter den Anzeigen Ackergerät und Bauernhäuser zu finden – und philosophische Lehren … bis zum „monastic way of death“. So heißen Kapitel: „shelter and such – tools and techniques – living stuff – moving on…..“

Der „Katalog“ ist der Trostspender, das „Facebook“ der ersten Stunde.  Der “Ecologist“ steht vor der Forderung, das „System“ der Menschen in das der „Natur“ hineinwachsen zu sehen. Nur der „Erdgeist“ wird diese Welt retten.

Illustration. Aus dem Whole Earth Catalog 1970


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Wem gehört die Erde 2

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WEM GEHÖRT DIE ERDE?

2. Tag

 DAS NEUE JAHR AM ENDE DES QUARTÄRS

Als ich am 21. Juni 2019 aus den Fenstern der besetzten Bastei in Aachen auf die Teilnehmer der Demonstration von Fridays for Future schaute, erzählte mir der junge Amerikaner, der ohne Geld durch Europa zieht und hier Unterkunft gefunden hat, dass 40.000 Elefanten sich täglich von 4 Millionen Kilogramm Gesträuch, Kraut, Gras und Obst ernähren. 40.000 Menschen lebten auf der Erde vor 40.000 Jahren und breiteten sich von Afrika aus. Im Jahr 0 unserer Zeitrechnung waren sie 10 Millionen. 2050 sollen es 11 Milliarden sein.

Das Eiszeitalter Quartär hat seit 2,7 Millionen Jahren 28 Perioden kalter und warmer Perioden durchlaufen. Am Ende der letzten Eiszeit, im Holozän, besetzten unsere Vorfahren die Erde. Vor 20,000 Jahren wurde es wärmer. Die Polarkappen entließen Eisberge. Die Meeresspiegel stiegen um 130 Meter, überschwemmten weite Landflächen und bildeten große und kleine Inseln. Es ist denkbar, dass zuvor die Asiaten Australien und die Europäer England zu Fuß besetzt hatten. Solche Warmzeiten dauerten kürzer an als die Eiszeiten, so dass Sintfluten und Freisetzungen der Polkappen nicht auftreten und sich andererseits überall große Gletscher bilden konnten.

Dieses kosmische Wechselspiel auf der Erdkugel im Lauf um die Sonne ist ebenso wunderbar wie das Leben eines Baums oder eines Elefanten. Aber 40.000 Elefanten kann kaum ein Kontinent, und die ganze Erde kann nicht 10 Milliarden Menschen ernähren, wenn sie dieses Wechselspiel nicht verändern. Seit dem Beginn der großen Zivilisationen arbeiten sie in Bergwerken, machen Land urbar, nutzen das Holz der Wälder, jagen und domestizieren sie Tiere. Aber erst, als sie auf eine Milliarde angewachsen waren, steigerten sie das Ausmaß ihrer Herrschaft über die Naturschätze, die sie zu nutzen meinten, beseitigten das Gleichgewicht im Wechselspiel zwischen Wärme und Kälteperiode und nannten die neue Periode Antropozän – die Periode des Menschen. Sie haben das Quartär mit dem Holozän beendet, weil die Veränderungen, die sie der Erde zugefügt haben, eine neue Eiszeit nicht zulassen: die Nutzung der halben Erdoberfläche durch die Landwirtschaft, die Versäuerung der Ozeane, Deichbauten, Kanalisationen und Staudämme von Flüssen, großflächiger Abbau von Kohle und Erdöl, Veränderungen der Atmosphäre durch vermehrte Produktion von Treibhausgasen, Aussterben von Pflanzen- und Tierarten, Belastung der Natur durch chemische Stoffe. Da diese als Müll über 100.000 Jahre erhalten bleiben, ist eine nächste Eiszeit nicht zu erwarten, und die Menschen müssen sich auf eine Wärmezeit vorbereiten, die sich mit Hitzewellen, Stürmen, Dürren und Überschwemmungen im neuen Jahr ankündigen wird.  Selbst wenn der Stahl für Waffen nur noch in elektrischen Öfen hergestellt wird, die Energie nur noch aus Windrädern in den Meeren und nur noch elektrische Autos an den Ampeln aufgeladen werden, selbst wenn wir kein Fleisch mehr essen und mit Wasser vorsichtig umgehen, selbst wenn wir Joseph Beuys folgen und tausend Bäume pflanzen   – es wird wärmer werden.

Erinnernd an das Schicksal der Elefanten sollten die Menschen vermeiden, mit der Hilfe immer besserer Krankenanstalten älter zu werden und versuchen andere Planeten und Asteroiden zu bevölkern.

Illustration: Illustration in Thw Whole World Catalog 1971

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Wem gehört die Erde

  1. Tag

WEM GEHÖRT DIE WELT   WHO OWNS THE WORLD

Das Gelände in Oklahoma, das Eliza Evans besitzt, ist etwa einen Hektar groß. Sie hat es in 1.000 Pakete von 2 x 6 m geteilt, die sie verschenkt und verteilt – notariell beglaubigt, rechtlich unanfechtbar. Fracking Companies, die das Land zu kaufen versuchen, stehen einem gewaltigen bürokratischen Berg gegenüber. Nach amerikanischem Recht reicht der Besitzanspruch bis in die Mitte der Erde. So nennt die Künstlerin ihre Arbeit, die sie 2020 begonnen hat, „All the way to hell“. Sie zeigt eines der „Oklahoma Parcels“ wie einen Grabstein mit einer Auswahl von Besitzdokumenten. Die Ausstellung der Unison Gallery in New York heißt WHO OWNS THE EARTH? und kritisiert den selbstverliebten Individualismus der land artists und earthworkers des vorigen Jahrhunderts.

Diese Geschichte der Erde beginnt 1968, als Bill Evans sie aus dem Weltraum aufnahm, eine blaue Kugel – „the blue planet“. Nie zuvor hatte es Fotos gegeben, aber Landkarten, seit Martin Behaims „Erdapfel“ von 1493, drehbare Erdgloben in allen Größen. Unter den 500 Fotos der Pariser und New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre, die Harry Shunk und John Kender aufnahmen, sind wenige berühmt geworden, so das Porträt ihres Freunde Yves Klein, der – in bürgerlich gepflegter Kleidung hockend – einen Wunschgedanken materialisierend – wie Spiritisten einen Tisch zu bewegen in der Lage sind – einen kleinen blauen „Globe terrestre“ aus seinem Sockel hebt. Er ist auf der Höhe seines jungen Ruhms,  lässt sich das „Internationale Klein Blue“ patentieren, ein Ultramarin mit leichtem Rotstich, und produziert eine Fülle von monochromen Bildern in allen Formaten, die der Kunstmarkt  begierig ausschöpft. Während Niki de St. Phalle Farbbeutel auf großen Bildtafeln fixiert und mit Schüssen von Gewehrkugeln öffnet, rollt er nackte Models, mit „I.K.B.“ bedeckt, über große Tücher am Boden der Pariser Galerien. Ein reiches Publikum liebte beide. Sie läuteten das Ende der weltberühmten École de Paris ein, die der Schönheit der Tafelbildmalerei huldigte: und auch das alte Bild der blauen Romantik zerbrach, die Sehnsucht, der Weltschmerz, die Ferne, der Himmel, der Kosmos, die Engel, die Unendlichkeit, das Paradies … . Das Anthropozän begann. Atomexplosionen wirbelten so viel Staub auf, dass die Erdkugel abzukühlen drohte. Christo verpackte schützend die erste Gebirgslandschaft in Australien. Künstler suchten Orte, die niemand gehörten. Langsam und drohend wuchs die Frage: Wem gehört die Erde?

Illustration:  Yves Klein betrachtet den Blauen Planeten (sein Blau!)


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Who owna the world?

Wolfgang Becker

Wem gehört die Erde?

 Das Ende der Welt

Zur Kunstgeschichte

Corona 2021

Gedanken über das Weltende an elf Tagen. Sie werden in den nächsten Tagen folgen: 1. Wem gehört die Welt   2. Das Neue Jahr am Ende des Quartärs   3. Angst   4. Das Ende der Welt   5. Die Wüste   6. Die Spiralmole   7. The Whole World Catalog   8. Schattenreich   9. Affentheater   10. Anfang   1I. Ende

Illustration:

 Der Fußabdruck des Menschen, Titelbild eines Films des WDR


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Crowdsignal blocks in WordPress

Wäre nicht diese Taube am 31.12. 2021 auf meiner Fensterbank gelandet und nicht am 1.1.2022 noch einmal, so hätte ich das Neue Jahr verachtet. Aber diese Taube?

Mögen wir es schaffen, mit den Gefahren, die uns erwarten, fertig zu werden.

Herzlich

Wolfgang

Welcome to this little demo page! We would love to introduce you to our set of Crowdsignal blocks and created this post for you, so that you can test and play with all of them right inside of your editor.

Preview this post if you would like to test the Crowdsignal blocks from your visitors perspective. Oh and please feel free to delete this draft post anytime, it was only created for demo purposes.

Overview

Let’s start with a quick overview of all our current blocks available in your WordPress editor. You can find all these blocks inside your block library via searching for their name or simply by searching „Crowdsignal“.

If you want to learn more about Crowdsignal please go to crowdsignal.com and join our little community all about feedback here.

Polls

We all have opinions! Curious about the opinion of your audience? Start asking with our poll block. It makes creating a poll as fast and simple as listing bullet points.

 You can choose between a button or a list style for your answer options, and you can fully customize the styling of the block.  By default the poll block will support your theme styling, but it’s up to you if you want to keep it. You can customize the style how you want, from font-family to border colours.

Just click in the poll below and start editing.

And everything else you expect from a Crowdsignal poll is also available — such as setting “single answer” or “multiple answer” choices, a customised confirmation message, poll timeframe, and avoidance of double voting.

Here is a short demo video for how to set up this block, not that you would need it 😉

Feedback Button

You might have spotted it already, in the bottom left corner of this page: Our Feedback button.

This is a floating button that lives above your site’s content. Always visible this button makes giving feedback easy! User can send you a message and provide their email address so you could can get back to them. Needless to say that you can fully customize the design and text, including the label of the button itself. Feel free to make it a „Contact me“ or „Say hello“ button or anything you like.

And yes, you can change its placement! You can put the button in any corner of your site. Just try it! Click in the feedback and start editing.

Don’t miss out on your customers‘ feedback. Keep your door open anytime and place a feedback button on all your pages.

Voting

Sometimes we need just quick and fast feedback from our audience. A quick voting button might be all you need. Fully customizable of course.

There is already a “like” button at the end of a WordPress post that you can click to express satisfaction or agreement. But what if you want to ask readers their opinion on a subject in the middle of a post? Or what if you want to present several ideas and find out which one is the most popular? Wouldn’t it be great to ask readers what they think without having to leave the editor or switch to another service or plugin?

That’s what we thought! Say hello to our Voting Block:

It’s a simple block that adds two voting buttons—thumbs up, thumbs down—to your post wherever you want to place them. Customize the block in different sizes and colors, with or without a border, and with or without a visible vote counter. Put several in a single post, next to different ideas, to see how they stack up for readers. Make the block your own!

Applause

The Applause block is a simpler and more playful version of our Voting block. The main differences are users only being able to give positive feedback and encouraging users to “make as much noise as they want”. Meaning this block does not only allow repeated voting, but even encourages it.

Let your audience make some noise with a big round of applause.

Preview this post and try clapping yourself! It’s fun.

The block currently comes in three different sizes, and can be customised with a button-like styling, including a border, border radius and some colour customisation options.

Embed Surveys & Forms

So far we only talked about quick and fast ways to collect feedback or opinions from your audience. But what if you have many questions or want to create simple forms? You can do this with Crowdsignal, too! Create a survey or form on app.crowdsignal.com and embed it into your WordPress post or site. Similar like here:

The Crowdsignal survey above was embedded using our „Single question per page mode.“ It’s exactly what it sounds like: In this mode, no matter how many questions your survey has, your respondents will always see one question at a time. Single Mode shines when you embed a survey into your website or blog post. Surveys with multiple questions can take up a lot of space, overwhelming your site. If you’re not sure whether your readers will take the survey at all, it disrupts the reading experience. With Single Mode, a survey  uses the same amount of space as an image, even a really long survey.

Once they provide an answer (or skip the question),  the next question loads. It has a playful  feel, like flipping through a slide show. Every answered question feels like progress.

You can choose between several transition options, and decide whether the questions should move from top to bottom, or from left to right.

Ready to create one? Here’s how:

– Go to app.crowdsignal.com (we will log you in with your WordPress.com account – magic ;)) .

– Create a new survey.

– In the Editor, choose “Single Mode” at the top left.

– Then create as many questions as you like and style your theme.

– When you are ready click on Sharing and copy the URL of your survey.

– Go back to your WordPress editor and paste the URL of your survey into your post

– Done! Your survey will appear in your post.

Here is a short demo video for you that shows you how it works in less than a minute:

Measure NPS

While we are driving our projects, working hard on our products, we all wonder: How are we doing? Are people satisfied with our service? Are we doing better since last month? 

Sometimes you want to measure your progress over time. Measure and monitor the customer satisfaction and growth potential of your product with a Net Promoter Score.

We have built a Gutenberg block for you that makes it easier than ever before to track your Net Promoter Score on WordPress. If you have previewed this post before, you might have seen the NPS question already in a modal window.

The moment you add the block, you are basically done. The design of the block is based on your site’s theme. You can still customize the styling of the block, or edit the questions, but that might not even be necessary.

To get the most out of your NPS data, it is important to show the question only to users that are already familiar with your service or product. You can configure the block to only show to repeat visitors. It’s more likely you will get feedback from someone who knows what they are talking about, and you can make sure new users are not interrupted during their first visit to your site.

After you publish the block go to the results page of the block and monitor your results. We have built a special results page for you to track your NPS score and to analyse any additional feedback.

We provide an analytics dashboard with our block that automatically calculates the Net Promoter Score for you in real-time and allows you to monitor your score over time. Are the differences geographic? Filter your results based on countries.

By the way, did you know you also can get email notifications or a ping in your Slack channel any time you get an NPS rating? Just click on the little “connect” button on your results page.

Here is a quick tutorial video on how it works.


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Who owns the world

WHO OWNS THE WORLD 1

Yves Klein „Globe terrestre bleu“ 1961

Das Gelände in Oklahoma, das Eliza Evans besitzt, ist etwa einen Hektar groß. Sie hat es in 1.000 Pakete von 2 x 6 m geteilt, die sie verschenkt und verteilt – notariel beglaubigt, rechtlich unanfachtbarn. Fracking Companies, die das Land zu kaufen versuchen, stehen einem gewaltigen bürokratischen Berg gegenüber. Nach amerikanischem Recht reicht der Besitzanspruch bis in die Mitte der Erde. So nennt die Künstlerin ihre Arbeit, die sie 2020 begonnen hat, „All the way to hell“. Sie zeigt eines der „Oklahoma Parcels“ als eine Grabstelle und eine Auswahl von Besitzdokumenten. Die Ausstellung der Unison Gallery in New York heißt WHO OWNS THE EARTH? und kritisiert den selbstverliebten Individualismus der land artists und earthworkers des vorigen Jahrhunderts.

Ihre Geschichte beginnt 1968, als Bill Evans sie aus dem Weltraum aufnahm, eine blaue Kugel – „the blue planet“ Nie zuvor hatte es Fotos gegeben, aber Landkarten, seit Martin Behaims „Erdapfel“von 1493 drehbare Erdgloben in allen Größen. Unter den 500 Fotos der Pariser und New Yorker Kunstszene der 60er Jahre, die Harry Shunk und John Kender aufnahmen, sind wenige berühmt geworden, so das Porträt ihres Freunde Yves Klein, der – in bürgerlich gepflegter Kleidung hockend – einen Wunschgedanken materialisierend – wie Spiritisten einen Tisch zu bewegen in der Lage sind –  einen kleinen blauen „Globe terrestre“ aus seinem Sockel hebt. Er ist auf der Höhe seines jungen Ruhms, , lässt sich das „Internationale Klein Blue“ patentieren, ein Ultramarin mit leichtem Rotstich, und produziert eine Fülle von monochromen Bildern in allen Formaten, die der Kunstmarkt der sterbenden ècole de Paris begierig ausschöpft. Während Niki de St. Phalle Farbbeutel auf große Bildtafeln fixiert und mit Schüssen von Gewehrkugeln öffnet, rollt er nackte Models, mit „I.K.B.“ bedeckt, über große Tücher am Boden der Pariser Galerien. Ein reiches Publikum liebte beide. Sie läuteten das Ende der weltberühmten école de Paris ein, die der Schönheit der Tafelbildmalerei huldigte: und auch das alte Bild der blauen Romantik zerbrach, die Sehnsucht, der Weltschmerz, die Ferne, der Himmel, der Kosmos, die Engel, die Unendlichkeit, das Paradies……… Das Antropozän begann. Atomexplosionen wirbelten so viel Staub auf, dass die Erdkugel abzukühlen drohte. Christo verpackte schützend die erste Gebirgslandscaft in Australien. Künstler suchten Orte, die niemand zu gehören schienen. Langsam und drohend wuchs die Frage; Wem gehört die Erde?

„Wem gehört die Erde? Das Ende der Kunst im „Antropozän.“

Ein Vortrag in der  – Volkshochschule Aachen im Bushof – noch einmalverschoben in das Fühjahr 2021


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Angst vor Karl dem Großen?

A N G S T   V O R   K A R L   D E M   G R O S S E N ?

Zu der Ausstellung der Bukarester Künstlerinnen Victoria Zidaru und Margareta Udrescu im Aachener Stadtbad zum Anlass der Karlspreisverleihung im Rathaus an den rumänischen Präsidenten Klaus Johannis – bis zum Sonntag 10. Oktober 15-18 Uhr

Das Gewicht der Kulturstadt Bukarest ist groß und lässt exzentrische Malerinnen und Zeichnerinnen wie Margareta Udrescu zu, deren Arbeit keine akademische Dressur verrät. Der Betrachter taumelt in ihren wüsten Fantasien. Der buschige Kopf einer Hydra streckt aus seinem weißgezahnten Maul eine schwarze Zunge heraus, auf der sich weiße Herzen tummeln. Sie hat keine Angst vor Ungeheuern. Sie sitzt in Bukarest auf ihrem Bett, zeichnet und malt sie auf kleinen Karten, DIN A 4-Blättern und großen weißen Papieren. Sie schreibt Geschichten hinein, eigene und die von Freundinnen, die vor ihrem Übermut erschrecken und vor ihren leuchtenden Regenbogenfarben staunen. Sie ist jung und sieht sich umgeben von einer heiteren Welt von fliegenden Fischen, Zeppelinen, Segelbooten und Schmetterlingen. Auf dem Zifferblatt einer Uhr zeigt der Stundenzeiger zwischen 13 und 1 auf die Doppelschleife der Unendlichkeit.

Sie lebt im Südosten Europas in einem Land, das die Freiheit des Übermuts nach langen Jahren der düsteren Unterdrückung und Einschüchterung langsam lernt.  In der fernen Stadt Aachen im Nordwesten Europas sollte der Präsident Rumäniens, so erzählte ihr Radu Dobre-Sima, für die Freundschaft zu Europa geehrt werden. Sie zeichnete begeistert die zierlichen Frauenhände Rumäniens und Europas und die Herzen ihres Landes, die sich mit denen aller Länder des Kontinents vereinen. Und als ihr Freund von Karl der Großen erzählte, der vor langer Zeit in Aachen residiert habe, da stellte sie sich den Gekrönten als burschikose Männerfigur so vor, dass keiner Angst vor ihm haben sollte.

Es wäre schade gewesen, diese Zeichnungen in der Zeit der Verleihung des Karlspreises nicht in Aachen auszustellen.   


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Fromm sein

F R O M M   S E I N

Zur Ausstellung der Bukarester Künstlerin Victoria Zidaru im STADTBAD AACHEN bis 10.10.

Victoria Zidaru arbeitet mit ihrem Mann Marian seit vielen Jahren am Rand von Bukarest in einem Atelier, das besondere Gegenstände besetzen: die eine Aura von Heiligkeit suchen. Sie bestimmen das Leben der Künstler bis in die Kleider, die sie tragen, und Victoria hat nicht aufgehört, Frauengewänder aus ungefärbtem hellem Leinen herzustellen, die in zeremoniellen Gruppentänzen getragen werden. Nichts ist synthetisch, chemisch, künstlich in ihren Händen, keine Farbe bedeckt lügnerisch einen natürlichen Werkstoff. Wer sich dem großen Tuch nähert, das ein Relief von zwei menschlichen Umrissen trägt, riecht das kanadische Eichenlaub, das in die Schnüre aus Hanf eingebunden ist, die sie formen. In einer Ausstellungshalle in Perugia lagen sie so mit den Köpfen zueinander wie die Grabplatte eines Zwillingspaares von Rittern des Mittelalters über ihren Gebeinen. Victoria Zidaru selbst erinnert gern an das Leichentuch Christi in der Kathedrale von Turin, das die Abdrücke des Gekreuzigten zeigt und bis heute viele Fragen ohne Antworten lässt.

Die Künstlerin reflektiert mit ihren Installationen und Aufführungen, die ihre Videofilme zeigen,Glaubensinhalte, Erinnerungen und unsagbare Neigungen zu jener Sphäre, in der sich Physis und Metaphysis, die Natur und Gott begegnen. Sie ist als orthodoxe Christin aufgewachsen dort aufgewachsen, wo wir in Kirchen und Klöstern den Bildern ihrer Vorfahren begegnen, wo sie die Kultur eines Landes, sein Kunstgewerbe befruchtet haben.


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Romania

R O M AN I A  

Europa ohne Rumänen?  Ohne Tsara, Brancusi, Cioran, Ionescu, Eliade, Celan, Herta Müller, Peter Maffay, Horia Damian, Daniel Spoerri? Eine gute Gelegenheit, an das alte Kulturland und seine Erben zu erinnern:

Einige Meisterwerke aus Bukarest, die der Aachener Architekt Radu Dobre-Sima aus seiner Bukarester Sammlung hierhergebracht hat

 (Man erinnere sich: Die Sammlung rumänischer Kunst im Ludwig Forum ist Ergebnis von Kontakten zwischen dem Sammler und den Bukarester Künstlern, die er vermittelte)

Ausgewählt und kuratiert von Wolfgang Becker

Margareta Udrescu (geboren 1986), die Jüngste, kapriziös zwischen selbstständiger Zeichnung und Illustration, widmet der Karlspreisverleihung einige Beiträge: sie reicht ihre rumänische Hand der Hand Europas – Europa bietet den Karlspreis dem Staatspräsidenten Rumäniens an. Margarete hat dem Ereignis und „Kaiser Karl“ in den letzten Wochen nahezu 100 stark farbige Zeichnungen gewidmet.

Victoria Zidaru (geboren 1956), die Ältere, über die Grenzen Rumäniens hinaus Bekannte (Ausstellungen in London, Paris, New York…..), orthodoxe Gläubige hat drei Kleider und einen breiten Gobelin zu ihren Videofilmen geschickt, die sie““Die programmatisch aus nachhaltigen, pflanzlichen Stoffen geknüpft und genäht hat. (Mit Marian, ihrem Mann, kann man sie in youtube finden).

„Sie suchte seit 2016 immer einen Geisteszustand, ein spirituelles Universum als Archetyp zu erreichen. In ihren Einzelausstellungen schuf sie Rauminstallationen, die über sich selbst hinausreichen. Sie wenden sich an alle Sinne, ihr vegetales Material riecht. „Hortuseliciarum“ hat man die Präsentationen genannt, sie erregten Aufsehen in vielen Ländern Europas.“

 Zwei Frauen, zwei Temperamente, die Heiterkeit, Grazie und Verschwendungslust Südosteuropas und das Zeremoniell, die Feierlichkeit des orthodoxen Christentums.