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Kunstwechsel

Wem gehört die Welt 4

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4. Tag

Das Ende der Welt – The End of the world – La Fin du Monde

1961 und 62 hat Jean Tinguely mit „Bomben“ seiner Gefährtin Niki de Staint Phalle in der Wüste von Nevada zwei Explosionen durchgeführt. Er fand die Trümmer der 45 Tests der Operation Nougat der U.S. Army vor und folgte ihnen ebenso neugierig wie die Touristen in Las Vegas. Zahlreiche Spielfilme bedienten sich der griffigen Titel, die in örtlichen und zeitlichen Bedeutungen schillerten. Werner Herzog drehte 1971 „Fata Morgana“, Antonioni „Zabriskie Point“ – und der Ort aller Filme war die Wüste, ein nahezu abstraktes Land ohne Vergangenheit und Zukunft. Populärwissenschaftliche Theorien über Atombomben, Wasserstoffbomben, schmutzige und saubere Bomben ließen das Ende der Welt freundlich erscheinen, wenngleich der viel gelesene Carl Sagan einen nuklearen Winter voraussagte und sich an planetarischen Ökosynthesen ebenso beteiligte wie an Siedlungsentwürfen für den Mars.

Abb. Jean Dry Lake´s Schild „End of the world“ „Nevada, March 21, 1962, near the site of Jean Tinguely´s Study for an End of the World, No. 2, 1962“ schmückt die Rückseite des Katalogs „Land Art to 1974. Ends of the World“, Museum of Contemporary Art, L. A., 2003, eine Fundgrube der Epoche.

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