Beckeraachen

Kunstwechsel

En tropicus

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ENTROPICUS ARS POINT

Eschbachstraß21, 5108 Monschau, und Messeweg 21, 5108 Kalterherberg, Telefonnummern, Bankkonten in Monschau und St. Moritz. Entropicus verschickte 1982 ein feines großes Dossier mit Anschreiben, Texten und Grafiken auf vielfarbigen Cibachrome –  und Büttenpapieren, Folio, DIN A 2, hergestellt in der Druckerei Offermann in Roetgen, und bot das komplette Projekt einer Kunstaktion auf den Straßen mehrerer Städte an. Die schöne Mappe blieb unbeachtet und tauchte jetzt zufällig auf; der Name erregte Neugier, weil etliche Schriftsteller (Chris Deggs) und Künstler den rätselvollen Bezug zum thermodynamischen Gesetz der Entropie benutzt haben, um Websites zu gestalten und Bücher zu schreiben, die von der sagenhaften Insel Atlantis und vom Versinkn der Welt im Chaos handeln. Man findet unter ihnen einen Manfred Kustermann, der eine jugendstilige grafische Sprache gebraucht und ein leidenschaftlicher Surfer ist. Aber auch er ist zu jung, um bis 1981 zurückzureichen. Den Telefonnummern, die in den Anschreiben genannt sind, antwortet keiner mehr. Ich werde in die Eschbachstraße in Monschau fahren, um das Haus zu finden, in dem Entropicus gewohnt hat.

Das Projektpapier sagt, dass Sammler, Sponsoren und Galerien gebraucht werden. Rauten und Kreise in Form von Verkehrszeichen enthalten Inhaltsangaben und Botschaften zur „Straße der Fantasie“,“phanta rows cities“ und „pr-highlights“. Die Ausstellung „Arte Viva“ soll zehn Tage lang stattfinden, im Mai in Monschau, im Juni in Aachen, im Juli in Zürich., von Juni bis September 100 Tage zur documenta in Kassel, im Oktober 20 Tage in Frankfurt rund um die Buchmesse. D.S.D. Frostu wird die Aktion in Aachen leiten. Sie hat 4 Kapitel: 1. auf den Straßen 2. Signale der Historie 3. Tradizio & Futura 4, Markt der Kunst. Und soll – die Aufwendungen sind einzeln aufgeführt – 46.000 DM kosten. Sponsor: die Music Production .Entropia in London. Dort scheint der homo entropicus entstanden zu sein.

Im Gegensatz zu den unheilvollen Visionen, die solche Autoren wie Chris Beggs entropisch entwickeln, ist die Bildsprache des Monschauer Entropicus kosmisch heiter, von mikro- und makrobiologischen Elementen durchzogen, jn hellen, bonbonfarbigen Akkorden; die Kugeln auf dem abgebildeten Cibachrome-Blatt könnten fantastisch kartografierte Erdbälle oder Luftballons sein, die Menschen in ein freundliches Weltall entlassen.

Ich wüsste gern mehr über den Monschauer Entropicus und bitte hier die Lesergemeinschaft um Auskünfte.

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