Beckeraachen

Kunstwechsel

Die Neuen Wilden: Pattern

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Zur Ausstellung „Die Erfindung der Neuen Wildsen“ im Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen 2018

 

Pattern Painting

 

Brad Davis, Tina Girouard, Valerie Jaudon, Joyce Kozloff, Robert Kushner, Thomas Lanigan-Schmidt, Kim McConnel, Miriam Schapiro, Kendall Shaw, Ned Smyth, Robert Zakanitch und Joe Zucker waren in der Ausstellung „Les Nouveaux Fauves – Die Neuen Wilden“ der Neuen-Galerie – Sammlung Ludwig 1980 die Vertreter des Pattern Painting, und Robert Kushner bot zur Eröffnung eine feine belly-dance-Performance zu marokkanischer Musik in orientalischen Schleiern. Ihre Werke der Sammlung Ludwig bilden auch heute, 2018 den Kern der Ausstellung des Ludwig Forums „Pattern and Decoration“. Die aktuelle Ausstellung des Mamco in Genf trägt den irritierenden Titel „Pattern, Decoration & Crime“, um zu betonen, wie sehr die Beteiligten in den siebziger Jahren die Standards der Tafelmalerei zerbrochen haben, indem sie Tapeten, bedruckte Gewebe, Patchwork Quilts, die Ornamentik mexikanischer Textilien, türkischer Stickereien und Kacheln, iranischer Miniaturen und japanischer Holzschnitte absichtsvoll vermischt in ihre Bilder einführten.

Joyce Kozloff und Miriam Schapiro gehörten zu den kämpferischen Feministinnen um die Kunsthistorikerin Judy Chicago. Sie betonten in ihren Kommentaren zu den Arbeiten die Programmatik, die Grenzen zwischen der männlich besetzten FREIEN KUNST und der weiblich besetzten ANGEWANDTEN KUNST zu überwinden. In der WOMEN ART REVOLUTION, die Lynn Hershman Leeson in ihrem Film 2010 darstellt, gehören sie zu denjenigen, die wie die Franzosen der supports surfaces Bewegung aus den Museen in den öffentlichen Raum, von der Kunst in das Design drängten. Der Selbstgenügsamkeit der amerikanischen Minimal Art stellten sie die sinnliche Fülle der interkontinentalen Ornamentgeschichte gegenüber und stehen am Beginn einer neuen emotionalen Malerei. Ich lernte diese Gruppe in der Folge Peter Ludwigs durch die New Yorker Galeristin Holly Solomon kennen und bin froh, dass die Aachener Sammlung Ludwig als einziges Museum in Europa diese Erbschaft bewahrt.

Abb. Mirioam Schapiro „Eurydice“ 1972

 

 

 

 

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